Was wäre, wenn du an dich endlich glauben würdest?
Claudia Schnee Imposter Syndrom Jägerin

Welcher Art vom Hochstapler bist du?

Das Imposter-Syndrom beschreibt die Überzeugung, nicht gut genug zu sein – trotz klarer Beweise für das eigene Können und den bisherigen Erfolg.  Aber nicht jeder erlebt das Imposter-Syndrom auf die gleiche Weise.  Der Grund?  Menschen haben unterschiedliche Vorstellungen davon, was es bedeutet, kompetent zu sein.  Aus diesen Überzeugungen haben sich fünf verschiedene Typen des Imposter-Syndroms entwickelt – jeder mit einem eigenen Blick auf Leistung und Erfolg.


Vielleicht findest du dich in mehreren dieser Typen wieder – doch meistens gibt es einen, der bei dir besonders ausgeprägt ist.


Der Perfektionist: 

Strebst du nach Perfektion und empfindest kleine Fehler als großes Versagen?

Für dich zählt vor allem, wie etwas gemacht wird. Alles muss fehlerfrei sein.  Selbst ein kleiner Makel in einer ansonsten großartigen Leistung fühlt sich an wie ein völliges Versagen. 99 von 100 Punkten? Nicht gut genug.

Unsicher, ob das auf dich zutrifft? Stelle dir diese Fragen:


  • Wurdest du schon einmal als Mikromanager bezeichnet?
  • Fällt es dir schwer, Aufgaben abzugeben? Und selbst wenn du delegierst, bist du dann oft frustriert über das Ergebnis?
  • Wenn du ein (sehr hoch gestecktes) Ziel nicht erreichst, zweifelst du dann sofort an dich selbst und grübelst stundenlang darüber nach?
  • Hast du das Gefühl, dass deine Arbeit immer zu 100 % perfekt sein muss – und das ohne Ausnahme?




Der Experte: Fühlst du dich nur dann kompetent, wenn du alles weißt?

Das ist die wissensbasierte Version des Perfektionisten. Hier dreht sich alles um das Was und Wie viel man weiß. Der Anspruch: alles wissen, jederzeit. Schon eine kleine Wissenslücke führt zu Selbstzweifeln.

Trifft das auf dich zu? Stell dir diese Fragen:


  • Zögerst du, dich auf eine (neue)Stelle zu bewerben, wenn du nicht jede einzelne Anforderung erfüllst?
  • Suchst du ständig nach neuen Schulungen oder Zertifizierungen, weil du das Gefühl hast, erst noch besser werden zu müssen, um wirklich erfolgreich zu sein?
  • Hast du das Gefühl, dass du trotz Erfahrung in deinem Job immer noch nicht genug weißt?
  • Läuft es dir kalt den Rücken runter, wenn dich jemand als Experten bezeichnet?


Der Solist: Glaubst du, alles alleine schaffen zu müssen und siehst Hilfe als Schwäche?

Für dich geht es darum, wer eine Aufgabe erledigt – und die Antwort lautet: nur du selbst. Hilfe anzunehmen, fühlt sich an wie ein Zeichen von Schwäche und damit wie ein Versagen.
Bist du dir nicht sicher, ob das auf dich zutrifft? Dann stell dir diese Fragen:


  • Bist du überzeugt davon, dass du alles allein schaffen musst?
  • Bist du überzeugt, dass du keine Hilfe von anderen brauchst?
  • Wenn du um Unterstützung bittest, geht es dir mehr um die Anforderungen des Projekts als um deine eigenen Bedürfnisse?



Der Übermensch: Versuchst du, in allen Lebensbereichen gleichzeitig zu glänzen und fühlst dich bei Misserfolgen als Versager?

Er misst seinen Wert daran, wie viele Rollen er gleichzeitig meistern kann – ob als Führungskraft, Kollege, Elternteil, Partner oder Freund. In einer Rolle zu scheitern, fühlt sich an, als hätte er auf ganzer Linie versagt. 

Trifft das auf dich zu? Stell dir diese Fragen:


  • Bleibst du oft länger im Büro als der Rest deines Teams – selbst dann, wenn du für den Tag eigentlich schon alles erledigt hast?
  • Fühlst du dich gestresst, wenn du mal nicht arbeitest, und hältst Pausen für unnötig?
  • Sind deine Hobbys und Leidenschaften auf der Strecke geblieben, weil die Arbeit immer an erster Stelle steht?
  • Hast du das Gefühl, dass du dir deinen Titel nicht wirklich verdient hast – trotz aller Abschlüsse und Erfolge? Und glaubst du, dass du deshalb härter und länger arbeiten musst als alle anderen, um deinen Wert zu beweisen?


Das natürliche Genie: Glaubst du, dass Erfolg mühelos sein sollte und zweifelst bei Anstrengung an dir selbst?

Hier stehen Wie und Wann im Fokus. Erfolg bedeutet, dass etwas sofort
und mühelos gelingt. Muss man sich etwas hart erarbeiten oder scheitert beim ersten Versuch, fühlt sich das wie ein persönliches Versagen an. 

Bist du dir nicht sicher, ob das auf dich zutrifft? Dann stell dir diese Fragen:


  • Bist du es gewohnt, ohne große Anstrengung hervorragende Leistungen zu erbringen?
  • Wurde dir als Kind oft gesagt, dass du der oder die Klügste in deiner Familie oder deinem Umfeld bist?
  • Fällt es dir schwer, dir einen Mentor zu suchen, weil du lieber alles selbst in die Hand nimmst?
  • Sinkt dein Selbstvertrauen, wenn du einen Rückschlag erlebst, weil du dich schämst, wenn du nicht sofort erfolgreich bist?
  • Meidest du Herausforderungen, weil es dir unangenehm ist, etwas Neues auszuprobieren, in dem du (noch) nicht gut bist?



Hier findest du mein Glossar – mit einfachen Erklärungen zu den Begriffen, die ich auf der Seite verwende.

 

Erkennst du dich in einem dieser Typen wieder? Lass uns gemeinsam daran arbeiten, deine Selbstzweifel zu überwinden.


Buche jetzt ein kostenloses Kennenlerngespräch